
Es läutet die "Sext" im Südturm des Brixner Doms zum Mittagsangelus am Hochfest Fronleichnam. Stimmung: A° Gewicht: 3894 kg Durchmesser: 184,7 cm In der mächtigen Doppelturmfassade hängt ein klangvolles Geläut, dass durch die mächtige A°-Glocke klar profitiert. Diese klangschöne Glocke entstand 1838 in der Gießerei Grassmayr zu Innsbruck-Wilten. Die Läuteanlage im Dom wie auch jene in der Stadtpfarrkirche St. Michael, werden von der Firma Berger Kirchturmtechnik aus Virgen in Osttirol betreut. Beide Anlagen wurden mit neuen Gegenpendelanlagen ausgestattet. Der älteste Vorgängerbau war eine Münsteranlage aus ottonischer Zeit mit einer dreischiffigen Doppelchorkirche (Symbol von Papst- und Kaisertum), die vermutlich mit einer flachen Holzdecke ausgestattet war. Die Anlage war noch vor der Verlegung des Bischofssitzes von Säben nach Brixen, die um 990 stattfand, vollendet worden. Der Ostchor der Kirche war den Heiligen Petrus und Ingenuin (Bischof von Säben um 600) geweiht und verfügte über eine St.-Martins-Krypta, der Westchor mit einer St.-Nikolaus-Krypta war dem Heiligen Stefan geweiht. Nach dem Ende des Investiturstreites entsprach die Doppelchorkirche dem Sinne der religiösen Reformen nicht mehr. Bischof Hartmann (1140-1164) ließ den Westchor deshalb abbrechen und an seiner Stelle zwei Fassadentürme errichten. Im Jahre 1174 fiel die Münsteranlage einem Großbrand zum Opfer. In der Folge wurden unter den Bischöfen Richer von Hohenburg und Heinrich von Berchtesgaden beim <b>...</b>
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